Ein Riss im Glas oder sogar ein kompletter Glasbruch ist nicht nur ärgerlich, sondern er bringt auch viele Fragen mit sich. Wie sichere ich die Stelle? Wer ist zuständig? Was übernimmt die Versicherung? Und vor allem: Wie geht es jetzt weiter? Wichtig zu wissen: Bei einem Glasbruch muss die betroffene Scheibe grundsätzlich ersetzt werden. Dieser Beitrag zeigt, was das konkret bedeutet und wie Sie bei Glasbruch strukturiert vorgehen.
Sobald Glas gebrochen oder gerissen ist, hat es seine ursprüngliche Festigkeit verloren. Das gilt unabhängig davon, ob es sich um einen kleinen Riss, einen Sprung oder eine vollständig zerstörte Scheibe handelt.
Glas steht im eingebauten Zustand unter Spannung. Wird diese Struktur durch einen Riss unterbrochen, ist die Tragfähigkeit dauerhaft beeinträchtigt. Eine Reparatur ist deshalb im Sinne einer strukturellen Wiederherstellung nicht möglich.
Das bedeutet konkret:
Auch wenn der Schaden auf den ersten Blick klein wirkt, bleibt die Scheibe technisch beschädigt. Deshalb ist bei Glasbruch immer ein Austausch der betroffenen Verglasung erforderlich.
Gebrochenes Glas ist eine Gefahrenquelle und sollte nicht unterschätzt werden. Ob zu Hause, im Büro oder im Ladengeschäft – Sicherheit steht an erster Stelle.
Bevor irgendetwas repariert wird, geht es um den Schutz von Personen und Umgebung.
Eine beschädigte Scheibe sollte nicht offen bleiben, auch wenn der Austausch noch Zeit braucht.
Glas geht selten ohne Grund kaputt. Je nach Situation lassen sich Schäden meist klar zuordnen.
Entsteht durch äußere Einwirkung. Der Auslöser ist meist sofort erkennbar.
Verursacht durch starke Temperaturunterschiede innerhalb einer Scheibe. Das Glas arbeitet, der Rahmen oft nicht mit.
Treten häufig zeitverzögert auf und wirken deshalb auf den ersten Blick grundlos.
Nach dem ersten Schreck kommt meist schnell die nächste Frage: Wer übernimmt die Kosten? Die Antwort hängt davon ab, wo der Glasbruch passiert ist und wie die Scheibe genutzt wird.
Im privaten Umfeld kommen zwei Versicherungen infrage, je nach Schaden und Vertrag.
Wichtig zu wissen:
Hier kommt es auf Ursache und Art der Verglasung an.
Unklare Zuständigkeiten verzögern die Reparatur oft unnötig. Deshalb sollte der Schaden früh dokumentiert und gemeldet werden.
Im gewerblichen Bereich sind Glasflächen besonders sensibel, weil Sicherheit und Betrieb zusammenhängen.
Viele Versicherer ermöglichen nach der Schadenfreigabe eine Direktabrechnung, sodass die Kosten nicht vorfinanziert werden müssen. Das entlastet vor allem Betriebe, bei denen Glasbruch den laufenden Betrieb beeinträchtigt.
Schon gewusst?
Wenn Sie uns beauftragen, übernehmen wir die Abrechnung direkt mit Ihrer Versicherung.
Viele Glasschäden entstehen nicht plötzlich, sondern bauen sich über Monate oder Jahre auf. Wenn Sie verstehen, wo Glas empfindlich reagiert, können Sie gezielt gegensteuern und sparen sich später unnötigen Ärger.
Sicherheitsglas ist kein Luxus, sondern eine konstruktive Entscheidung.
Entscheidend ist nicht nur die Glasart, sondern wo sie eingesetzt wird. Bodentiefe Fenster, Türen oder stark frequentierte Bereiche brauchen andere Lösungen als ein kleines Kellerfenster.
Viele Spannungsrisse haben ihren Ursprung beim Einbau. Der Schaden zeigt sich oft erst viel später.
Thermischer Glasbruch wird häufig unterschätzt, weil er ohne äußere Einwirkung passiert.
Einbruchschutz schützt nicht nur vor Diebstahl, sondern auch vor Glasbruch.
Glasbruch entsteht selten zufällig. Oft spielen falsche Glasarten, ungünstige Einbausituationen oder dauerhafte Belastungen eine Rolle. Wer diese Faktoren früh berücksichtigt, kann viele Schäden vermeiden oder zumindest ihr Risiko deutlich reduzieren.
Genau dabei unterstützen wir bereits im Vorfeld, etwa bei der Auswahl geeigneter Verglasungen oder der Beurteilung bestehender Konstruktionen. Und wenn es doch zu einem Glasbruch kommt, sorgen wir kurzfristig für Sicherheit, stellen den Schutz des Gebäudes wieder her und sichern die Öffnung mit einer fachgerechten Notverglasung.
Als Glasbruch gelten Risse, Sprünge oder vollständige Zerstörung von Glasflächen, unabhängig davon, ob das Glas noch im Rahmen sitzt oder bereits herausgefallen ist.
Ja. Auch scheinbar stabile Scheiben stehen unter Spannung. Der Bruch kann sich jederzeit ausweiten, etwa durch Temperaturwechsel oder Erschütterungen.
Notverglasung dient der kurzfristigen Sicherung nach einem Schaden. Reparaturverglasung ist die dauerhafte Instandsetzung oder der Austausch der Scheibe.
Nur, wenn der Schaden versichert ist und korrekt abgesichert wurde. Bei Einbruch oder Diebstahl ist eine ordnungsgemäße Notverglasung oft Voraussetzung.
So schnell wie möglich. Offene Glasflächen erhöhen Verletzungsrisiken, begünstigen Folgeschäden und können den Versicherungsschutz gefährden.
Ja. Auch neue Verglasungen können reißen, wenn Verschattung, Hitze oder Einbausituation ungünstig sind.
Das hängt von der Ursache ab. Bei Fremdeinwirkung meist der Mieter, bei Material- oder Einbaufehlern der Vermieter.